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Ein schnelles, frisches und preisgünstiges Rezept für die Mikrowelle, ideal zum Reste verwerten. Oder auch zum Mitnehmen ins Geschäft (Arbeitsplatz), sofern man dort eine Mikrowelle hat.
Wenn Tomaten Saison haben, damit gut und günstig sind, oder wenn man eine eigene Tomatenschwemme im Garten hat, beginnt man mit dem Rezept:
Gegebenenfalls den Stielansatz von beliebig vielen Tomaten abtrennen, die Tomaten waschen, abtrocknen, und so wie sie sind, in die Gefriertruhe legen. Es braucht dabei keine Tüte oder Dose, am wenigsten Platz nehmen sie ein, wenn man sie einfach reingibt, denn sie haben ja eine schützende Haut und sind bald bockelhart.
Hat man nun eines Tages eine Portion leere Spätzle, Nudeln, Reis oder sogar Maultaschen (Empfehlung!) übrig, lagert man diese in einer verschließbaren Mikrowellenschüssel im Kühlschrank. Am Morgen holt man aus der Gefriertruhe 2-3 gefrorene Tomaten, überbraust sie mit warmem Wasser und kann dann spielend einfach die Haut herunterziehen. Die eisigen Tomaten gibt man zu den Speisen in die Mikrowellenschüssel, gibt ein gutes Flöckchen Butter und etwas Salz (beides sehr wichtig) oder auch noch Pfeffer dazu, schließt den Deckel und schiebt ab ins Geschäft (Dose mitnehmen).
Was praktisch ist: die Tomaten fungieren als Kühlakku und halten die Speise frisch. Bis zum Mittag sind sie aufgetaut und geben fleißig Flüssigkeit ab. Die Tomaten verzupfelt man ein bisschen, rührt um und gibt die Schüssel dann bei 600 Watt zwei Minuten in die Mikrowelle. Danach noch einmal umrühren, noch mal eine Minute erhitzen, dann eine Minute stehen lassen, noch mal umrühren und essen.
Der Clou dieser Soße ist, dass sie wie frische Tomaten schmeckt, das schmeckt ganz anders als gekochte Tomaten. Wenn man die Tomaten vorher aber nicht einfriert, bleiben sie bockig und geben ihren Saft nicht ab. Die aufgetauten Tomaten geben ihr Wasser ab, die Nudeln haben Soße zum schwimmen, und das Tomatenfleisch schmeckt zudem. Allerdings nicht wirklich ohne Butter und Salz.
Wer nicht glaubt, dass es schmeckt, soll es doch einfach selbst ausprobieren. Wetten wir, dass die Starköche dieses Rezept bald abkupfern werden?
Wer keine Mikrowelle oder kein Geschäft hat: auf dem Herd kann man die Speise auch warm machen, sowieso kann man gefrorene Tomaten zu vielen Arten von Soßen oder Speisen dazugeben. Sie sind irre praktisch, weil sie sehr lange haltbar und schnell verfügbar sind. Komischerweise gibt es sie so gefroren gar nicht zu kaufen, muss man selbst drauf kommen (Oma!). Weil ein MHD-Datum nicht draufsteht, sollte man sich angewöhnen, die Truhe gelegentlich tomatenfrei zu machen.
Wer keine Gefriertruhe hat, kann bei diesem Rezept nicht mithalten.
Varianten: Zu dem Grundrezept kann man natürlich auch andere Reste geben, gebratene Gemüsereste beispielsweise, fein geschnittenes gebratenes Fleisch, Käse oder Frischkäse. Oder alles zusammen.
Tipp: Wenn man schon eine Gefriertruhe hat, kann man auch eingefrorene Nudelreste verwenden. Oder Gemüse aus der Gefriertruhe zugeben, Erbsen beispielsweise.
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