Studien legen den Verdacht nahe, dass die vermehrte Verwendung des Unkrautvernichtungsmittels "Roundup" zu Missbildungen während der Schwangerschaft führt. "Roundup" ist ein Totalherbizid, das unspezifisch viele Pflanzenarten töten.
Die fürchterlichen Folge-Schäden von "Agent Orange" sind mittlerweile bekannt. Laut Angaben des Vietnamesischen Roten Kreuzes leiden circa 500.000 Vietnamesen an den Spätfolgen von Agent Orange. Diese sind: Missbildungen (insbesondere Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten), Immunschwächen und nachhaltige Erbgutveränderungen. Andere Schätzungen setzen die Zahl der Opfer erheblich höher auf ca. 4 Millionen an. Da viele vietnamesische Neugeborene der dritten Generation noch mit schweren Missbildungen zur Welt kommen, dürfte die höhere Zahl eher der Wahrheit nahe kommen. Die US-Regierung und das Militär leugnen bis heute einen kausalen Zusammenhang zwischen Agent Orange und den oben genannten Krankheiten. Allerdings sind auch im Vietnamkrieg eingesetzte US-Soldaten von diesen Symptomen betroffen. Als der Zusammenhang zwischen den Gesundheitsschädigungen und dem Dioxin in Agent Orange anerkannt wurde, erhielten die betroffenen Soldaten, nach einem Gerichtsbeschluss von 1984, von den Herstellerfirmen Dow Chemical und Monsanto 180 Millionen Dollar als Entschädigungszahlungen.
Im Februar 2002 wurde Monsanto für schuldig befunden, die Einwohner der Stadt Anniston im US-amerikanischen Bundesstaat Alabama jahrelang mutwillig den gesundheitsschädlichen Nebenprodukten der PCB-Erzeugung ausgesetzt zu haben. Die Erzeugung von PCB wurde zwar bereits 1976 gesetzlich untersagt, doch zog sich der Prozess über Jahrzehnte hin. Tausende Geschädigte haben Anspruch auf Schmerzensgeld, insgesamt gehen die Zahlungen in die Höhe von 700 Mio. US-Dollar.
Unter dem Markennamen "Posilac" vertreibt Monsanto ein Wachstumshormon. Es soll die Milchleistung von Rindern steigern. Dieses Mittel heißt "Recombinant Bovine Somatotropin", kurz: rbST. Unter anderem erhöht es aber die Wahrscheinlichkeit von Euterentzündungen und erfordert dadurch den verstärkten Einsatz von Antibiotika, die sich dann - neben dem Hormon - u.a. in unserem Essen wieder finden. Weiterhin besteht der Verdacht, dass Rückstände in der Kuhmilch auch beim Menschen gesundheitliche Schäden verursachen können. Als die beiden Fox-Journalisten Steve Wilson und Jane Akre im Jahre 1996 von diesen Zusammenhängen berichten wollten, hat sich ihr Arbeitgeber dem starken Druck von Monsanto gebeugt, die Reportage unter Verschluss gehalten und die beiden Reporter schließlich entlassen!
In Indonesien wurde Monsanto vor kurzem wegen Bestechung eines Regierungsbeamten verurteilt. In Indien kam Greenpeace einem Betrugsskandal in einem Zulassungsantrag für Gen-Baumwolle auf die Spur - die Erträge waren frisiert.